Musterwappen

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Wappenbrief und Registrierung

Wappenbrief und  Registrierung

Wappen

Was ist ein Familienwappen?

Ein Familienwappen ist ähnlich wie der Familienname ein Persönlichkeitszeichen, dass sich von Generation zu Generation vererbt. Im Gegensatz zum Familiennamen der von verschiedenen Familien geführt werden kann, hebt das Familienwappen eine Familie unter namensgleichen unverwechselbar hervor.

Wer darf ein Familienwappen führen? 

Jeder ist berechtigt ein Familienwappen zu führen auch wenn die Vorfahren keines besaßen.
Wappenführung war nie ein Privileg des Adels. Die ersten bürgerlichen Wappen wurden bereits Mitte des 13. Jahrhunderts nachgewiesen. In den vergangenen Jahrhunderten, waren 90% der wappenführenden Familien bürgerlicher Abstammung.

Welches Wappen darf ich führen?

Jeder darf das Wappen führen, das nachweislich der Familie gehört. Bei einem bereits in der Familie vorhandenen Wappen erbt man dieses. Hat Ihre Familie bisher kein Wappen geführt, können Sie jederzeit ein neues stiften.

Wie finde ich unser Familienwappen?

Wenn in Ihrer Familie kein altes Familienwappen überliefert ist, können Sie bei Europa-Heraldik eine Nachforschung veranlassen, ob Ihre Vorfahren ein Wappen geführt haben, dass möglicherweise in Vergessenheit geraten ist. Ist kein altes Familienwappen aufzufinden, können Sie jederzeit eine Wappenstiftung veranlassen.

Wie kann ich feststellen ob unser Familienwappen echt ist?

Wenn in Ihrer Familie ein altes Wappen existiert, sollten Sie dieses auf seine Echtheit prüfen lassen. Führungsberechtigt sind Sie nämlich nur, wenn das Wappen Ihren Vorfahren rechtmäßig verliehen oder rechtmäßig angenommen wurde.
Zehntausende Familienwappen wurden in den letzten 200 Jahren von Wappenbetrügern gutgläubigen Familien als „altes in Vergessenheit geratenes Familienwappen“ verkauft. Diese Praxis erlebt leider durch Falschinformation, die mit Hilfe des Internets verbreitet werden, und Unwissenheit über „Heraldik“ und „Wappenführung“ wieder eine neue Blüte.

Wie kann ich mein Familienwappen vor missbräuchlicher Verwendung schützen?

Sie können sich die Führung Ihres Familienwappens und die Führungsberechtigung Ihrer Nachkommen durch die Ausstellung eines Wappenbriefes beurkunden lassen. Durch eine Registrierung und Veröffentlichung in der Wappenrolle schützen Sie Ihr Familienwappen für die nächsten Generationen vor Verlust und Missbrauch.

Wer kann eine Wappenforschung durchführen?

Eine seriöse und umfangreiche Wappenforschung kann nur durch ein bestens mit heraldischer und genealogischer Literatur ausgestattetes Archiv oder Bibliothek und durch erstklassiges Fachpersonal durchgeführt werden. Da die meisten alten Familienwappen nicht in Wappenbücher, sondern in tausenden von Geschlechterbüchern, Ortschroniken, Heimatbücher, Urkundenbücher, etc. aufgezeichnet sind, müssen tausende Bücher durchgesehen werden. Eine derartige Nachforschung wäre unbezahlbar.
Europa-Heraldik besitzt das weltweit größte wissenschaftliche Wappenarchiv mit ca. 2,5 Millionen Wappennachweisen, das innerhalb der letzten 40 Jahre von Fachleuten zusammengetragen wurde. Unsere Nachforschungen beziehen sich nicht nur auf die von herkömmlichen „Hobby-Heraldiker“ und Vereinen benutzten Standartwerke die hauptsächlich den Adel betreffen, sondern stützen sich im wesentlichen auf die Aufarbeitung von hunderten Werken in denen bürgerliche und adelige Wappen gedruckt oder auch nur in Beschreibungen vorkommen. Der überwiegende Teil der Bürgerwappen wurde noch nie in einem Wappenbuch veröffentlicht.

In welchen Wappenbücher sind alle Wappen aufgezeichnet ?

In keinem.
Es gibt hunderte von Wappenbücher und hunderte Werke wie Ortssippenbücher,
Geschlechterbücher, Heimatbücher……..  in denen alte Familienwappen aufgezeichnet wurden.
Ohne entsprechende Fach- und Literaturkenntnisse ist es aber unmöglich auch nur annähernd einen Teil diese Bücher und Wappen zu finden.

 

In welcher Bibliothek finde ich alle Wappenbücher ?

In jeder großen Bibliothek finden Sie mehr oder weniger Wappenbücher oder Wappensammlungen. Ohne entsprechende Fachkenntnisse ist es aber unmöglich auch nur annähernd einen Teil dieser Bücher zu finden. Das Europäische Wappenarchiv sammelt seit über 30 Jahren jegliche heraldische und genealogische Literatur und besitzt eine der größten Fachsammlungen weltweit.

Warum ist es so schwierig ein Familienwappen zu finden ?

Wappenbriefe wurden von dem römisch – deutschen Kaiser selbst oder von den von ihm
bevollmächtigten Hofpfalzgrafen (Comites Palatini Caesarei) ausgestellt. Diese gliederten sich
in das kleine Palatinat ca. 3000 bis 4000 Hofpfalzgrafen (Wappenverleihungen an Bürgerliche
ohne Standeserhebungen), das große Palatinat etwa 100 adelige Familien und das
institutionelle Palatinat z. B. Bürgermeister einer Stadt oder Organe einer Universität.
Auch der Papst ernannte apostolische Hofpfalzgrafen die ebenfalls Wappenbriefe ausstellten.
Auch andere souveräne Herrscher in West- und Mitteleuropa stellten ebenfalls Wappenbriefe aus.
Die meisten Wappen aber wurden von Bürgerlichen frei angenommen, das heißt ohne amtliche Bestätigung.
Auch die riesige Anzahl von Hausmarken die ins Wappenwesen Einzug gehalten hat, wurde kaum wo amtlich registriert. Da es zu keiner Zeit ein Wappenzentralregister gegeben hat, kann man sich vorstellen wie mühselig die Suche nach einem bestimmten Wappen
ist, wobei oft die meisten Unterlagen darüber verloren gegangen sind oder vernichtet wurden.

In regionalen Wappensammlungen wurden alle Wappen oder Siegel die von Forschern in
Archiven aufgefunden wurden aufgelistet, unabhängig davon ob die betreffende Person auch
dort ansässig war. So passiert es häufig, das z. B. ein Wappen von einer Person in Bayern die einen gesiegelten Brief nach Böhmen geschickt hat, dort in einer regionalen
Wappensammlung aufscheint, obwohl im betreffenden Wohnort in Bayern kein Wappen
dieser Person aufgefunden wurde und umgekehrt.
Ebenso gab es Wappenverleihungen bei Militäreinsätzen weit weg vom Heimatort in anderen
Ländern und diese sind oft nur dort aufgezeichnet worden. Dies sind nur einige Beispiele um
aufzuzeigen, warum sämtliches Material für eine umfangreiche Wappenforschung
durchsucht werden muß.
Wappen findet man aber nicht nur in Wappensammlungen, sondern vielfach in Heimatbüchern,
Geschlechterbüchern, Ortssippenbüchern etc. 30 % unserer alten, aber auch neuen Bücher,
haben kein Namenregister und müssen Seitenweise durchgesehen werden.

Eine weitere Erschwernis bei der Suche ist die fehlende einheitliche Rechtschreibordnung
der damaligen Zeit, die verschiedenen Namenschreibweisen der letzten Jahrhunderte.
z. B. Wappenbrief verliehen 1560 an Plo Stanislaus in Wien. Dieses Geschlecht wurde
zwischen 1560 und 1571 urkundlich mit den Namen Pla, Plab und Blaw erwähnt.
Ein wahrscheinlich verwandtes Geschlecht wurde zwischen 1563 und 1594 mit der
Schreibweise Plaw, Plab, Plow, Ploen und Plawer mehrmals urkundlich erwähnt.
Alle diese verschiedenen Schreibweisen des Familiennamens, werden heute “Blau” geschrieben.

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